Mehr über die Geschichte Unterammergaus wollte der Historische Verein Oberammergau bei einer Exkursion in den Nachbarort erfahren. Josef Lindauer vom Historischen Arbeitskreis des Wetzsteinmacherorts führte die Gäste zunächst in die 300 Jahre alte Pfarrkirche St. Nikolaus mit den Fresken der Oberammergauer Maler Johann Jakob, Sebastian Wurmseer und Franz Seraph Zwinck. Vorbei am ältesten Haus des Dorfes aus dem Jahre 1650, an der von Heinrich Bickel bemalten früheren Posthalterei, in der heute die Sparkasse untergebracht ist, und dem vor fünf Jahren eingeweihtem Dorfbrunnen mit einer Wetzsteinmacher-Skulptur ging es zum alten Forsthaus, in dem sich heute das Wetzsteinmuseum befindet. Hier erklärte Josef Lindauer anhand der ausgestellten Dokumente, Fotos, Gerätschaften und eines Modells der historischen Schleimühle den Bearbeitungsprozess von der Steinplatte im Fels bis zum verkaufsfertigen Wetzstein. Am Sonntag, 31. Juli, wollen die Hobbyhistoriker noch zu den Felsbrüchen am Berg aufsteigen, wo die Steinplatten gewonnen wurden. Genaueres dazu erfahren Interessierte bei Franz Kümmerle (Tel.08822/4595) oder Ludwig Utschneider (Tel. 08822/922790).